Häufig Defizite in Personalführung bei mittlerer Führungsebene

Wie die dpa berichtet, ist vor allem der direkte Vorgesetzte der mittleren Führungsebene  für die Motivation von Mitarbeitern wichtig. Gerade dort sehen Experten jedoch Nachholbedarf.

Saarbrücken (dpa) – Bei der Motivation von Mitarbeitern haben vor allem Vorgesetzte in der sogenannten Sandwich-Position eine Schlüsselrolle. Die mittlere Führungsebene in den Unternehmen sei der entscheidende Hebel bei der Weitergabe von Vorgaben des Managements an die große Masse der Beschäftigten, sagt Dozent Oliver Walle von der privaten Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken. Gleichzeitig seien gerade diese Mitarbeiter oft nicht ausreichend in Sachen Personalführung geschult.

Wichtig sei es etwa, nicht alle Vorgaben von oben ungefiltert an die Beschäftigten weiterzugeben, sagt der 41-jährige Leiter des Projekts «Gesundheit im Betrieb selbst gestalten». Die Mitarbeiter müssten vielmehr das Gefühl von Unterstützung und Rückendeckung durch den direkten Vorgesetzten bekommen. Wichtig für die Motivation von Mitarbeitern sei auch das Gefühl, selbst etwas gestalten zu können.

Schon kleine Veränderungen – so meint der Dozent für Betriebliches Gesundheitswesen – können die Mitarbeiter entlasten und zufriedener machen: Etwa moderne Arbeitszeitmodelle mit einem ständigen Wechsel von Früh-, Spät- und Nachtschicht. Oder der Schutz vor Lärm und zu großen Temperaturschwankungen. Gehaltserhöhungen hätten dagegen nur einen kurzfristigen Effekt auf die Motivation und man habe sich schnell daran gewöhnt. «Nach einem halben Jahr ist der Alltag wieder eingekehrt», so der Experte.

dpa

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